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Binning: Lichtfarbe beim Nachkauf von LED-Streifen passend halten

Binning Lichtfarbe beim Nachkauf von LED-Streifen passend halten

Binning bedeutet bei LEDs: Der Hersteller sortiert LEDs nach messbaren Toleranzen, damit Lichtfarbe und Helligkeit innerhalb einer Gruppe näher beieinander liegen.

Diese Seite hilft dir, beim Nachkauf von LED-Streifen eine sichtbar abweichende Lichtfarbe zu vermeiden, ohne Annahmen über Datenblattwerte zu treffen.

Wenn du Grundlagen zu LED-Streifen-Aufbau, Planung und Systemteilen brauchst, starte im LED-Streifen Leitfaden.

Definition: Was „Binning“ hier bedeutet

Binning ist die Sortierung von LEDs in Klassen, die sich in Messwerten wie Lichtfarbe (z. B. Weißton) und teils auch Helligkeit unterscheiden können.

Für den Nachkauf heißt das praktisch: Zwei LED-Streifen mit derselben aufgedruckten Lichtfarbe (z. B. „3000K“) können sichtbar unterschiedlich aussehen, wenn sie aus unterschiedlichen Bins oder Produktionschargen stammen.

Merksatz: Gleiche Aufschrift ist keine verifizierte Gleichheit der Lichtfarbe, verifizierbar wird es erst durch Bin-/Chargenangaben oder einen Vergleichstest.

Gilt für / gilt nicht für

Gilt für: LED-Streifen mit fester Lichtfarbe (Warmweiß/Neutralweiß/Kaltweiß), RGB/RGBW/RGB+CCT und auch COB-LED-Streifen, sobald du neue Ware an bestehende Strecken anschließen oder daneben montieren willst.

Gilt eingeschränkt für: CCT-verstellbare Systeme, weil du die Lichtfarbe nachregeln kannst, die Übereinstimmung aber trotzdem geprüft werden muss, wenn Streifen direkt nebeneinander laufen.

Gilt nicht für: Fälle, in denen alte und neue Streifen räumlich getrennt sind und keine optische Vergleichskante entsteht (z. B. anderer Raum oder andere Leuchte).

Prüfschritt: Prüfe, ob du die neue Länge direkt an die alte Strecke setzen willst oder ob du eine optisch getrennte Zone bauen kannst.

Merksatz: Binning wird relevant, sobald Alt und Neu im selben Blickfeld vergleichen lassen.

Fehlersuche-Binning Lichtfarbe beim Nachkauf von LED-Streifen passend halten

Varianten und Parameter, die beim Nachkauf über „passt“ entscheiden

  • Produktidentität: Exakte Artikelvariante (Spannung, LED-Typ, Watt pro Meter, CCT/RGB-Variante, Schutzart, Leiterplattenbreite).
  • Bin-/Chargenhinweis: Code auf Rolle, Etikett oder Lieferschein, sofern vorhanden.
  • Optische Umgebung: Diffusor/Profil, Abdeckung, Wandfarbe und Reflexionen.
  • Betriebsart: Dimmen (PWM), Konstantspannung/Controller-Ausgangsmodus, Farbmodus bei RGB+CCT.
  • Elektrik: Spannungsabfall entlang der Leitung oder im Streifen kann den Farbeindruck verändern, ohne dass es ein Binning-Thema ist.
  • Thermik: Montage auf Profil vs. direkt auf Holz/Gips kann den Arbeitspunkt beeinflussen und damit den Eindruck verschieben.

Merksatz: Für eine belastbare Entscheidung brauchst du Produktgleichheit und einen Test, der Elektrik und Umgebung als Fehlerquelle ausschließt.

Entscheiden: Nachkauf so planen, dass die Lichtfarbe verifizierbar passt

Inputs (5–9), die du vorab festlegst

  • Welche exakte Artikelvariante ist verbaut (Foto vom Etikett, Rechnung, Artikelnummer)?
  • Ist die vorhandene Strecke feste Lichtfarbe oder CCT-verstellbar?
  • Wird Alt und Neu direkt nebeneinander oder an einer Kante sichtbar?
  • Hast du Bin-/Chargencodes vom Altbestand (Rolle/Etikett/Lieferschein)?
  • Kann der Händler/Hersteller gleiche Charge/Bin liefern oder zumindest benennen?
  • Kannst du vor der Endmontage einen Vergleichstest machen?
  • Wird später gedimmt oder in Szenen betrieben?
  • Ist Spannungsabfall als Einfluss ausgeschlossen (Einspeisepunkt, Leitungslänge)?

Regeln (6–12) im Stil „Wenn … dann …“

  • Wenn du exakt denselben Artikel nachkaufst und der Anbieter gleiche Charge/Bin bestätigen kann, dann ist die Chance auf passende Lichtfarbe höher, verifizierbar bleibt es durch einen Vergleichstest.
  • Wenn du keine Bin-/Chargenangabe bekommst, dann plane den Nachkauf so, dass du vor der Endmontage testen kannst (Probestück, Rückgabefähigkeit, Reservezeit).
  • Wenn Alt und Neu direkt aneinander liegen (Stoßstelle, durchgehende Linie), dann ist ein sichtbarer Unterschied wahrscheinlicher; dann ist eine einheitliche Neu-Belegung der ganzen Strecke oft die sauberere Lösung, verifizierbar über den Vorher-Nachher-Test.
  • Wenn du CCT verstellen kannst, dann nutze die Verstellung für den Abgleich, aber teste zusätzlich bei den später genutzten Helligkeiten, weil Dimmen den Eindruck verändern kann.
  • Wenn der Unterschied nur am Ende einer langen Strecke sichtbar ist, dann prüfe zuerst Spannungsabfall, bevor du Binning als Ursache setzt.
  • Wenn du alte Ware nicht mehr nachkaufen kannst, dann trenne Alt und Neu in separate Zonen oder in optisch getrennte Bereiche, damit kein direkter Vergleich entsteht.
  • Wenn du Diffusor/Profil nutzt, dann teste Alt und Neu mit derselben Abdeckung, weil Abdeckungen den Farbton mitbestimmen können.
  • Wenn du später Szenen nutzt (z. B. Warmweiß am Abend), dann teste genau diese Zielzustände und dokumentiere die Einstellung (CCT-Wert/Controller-Preset), damit sie reproduzierbar bleibt.

Abbruchkriterien (2–4), damit du nicht auf Verdacht verbaust

  • Wenn Artikelvariante und Altbestand nicht identifizierbar sind und du vor Montage nicht testen kannst, dann ist „passt“ nicht verifizierbar; stoppe und schaffe erst Identifikation oder Testmöglichkeit.
  • Wenn der Vergleichstest eine sichtbare Kante zeigt, die im Einsatzbereich stört, dann stoppe die Mischmontage und plane entweder vollständigen Austausch der Linie oder Zonentrennung.
  • Wenn Spannungsabfall nicht ausgeschlossen ist, dann stoppe die Bewertung „Binning“ und prüfe zuerst die Elektrik (Messung/Protokoll), weil sonst Ursache und Fix nicht zusammenpassen.

Merksatz: Nachkauf ohne Identifikation und ohne Vergleichstest ist kein verifizierbares „passt“.

Umsetzen: Workflow mit Prüfpunkten und Akzeptanzkriterien

Schritt 1: Altbestand identifizieren

Erstelle Fotos von Rolle/Etikett, notiere Spannung, Lichtfarbe/Modus, Schutzart, Breite und Artikelnummer.

Prüfpunkt: Du kannst den Altstreifen eindeutig einer Artikelvariante zuordnen.

Akzeptanzkriterium: Du hast mindestens ein verifizierbares Merkmal-Set (Artikelnummer oder vollständige Spezifikation).

Schritt 2: Bin/Charge prüfen, falls vorhanden

Suche nach Codes auf der Rolle oder dem Lieferschein (Chargen-/Lot-/Bin-Hinweis), falls vorhanden.

Prüfpunkt: Code ist dokumentiert (Foto/Notiz) oder du hast verifiziert, dass keiner vorhanden ist.

Akzeptanzkriterium: Du weißt, ob du gezielt nach derselben Charge fragen kannst.

Schritt 3: Nachkauf so auswählen, dass Test möglich ist

Bestelle so, dass du vor Endmontage testen kannst (Probestück oder testbare Teillänge).

Prüfpunkt: Du kannst Alt und Neu nebeneinander betreiben, bevor du klebst oder verschraubst.

Akzeptanzkriterium: Test findet im gleichen Aufbau statt, den du später nutzt (Profil/Abdeckung, Einspeisung, Dimmer/Controller).

Schritt 4: Vergleichstest durchführen (Info-Gain: 3-Punkt-Test)

Teste Alt und Neu unter Bedingungen, die die spätere Nutzung abbilden.

  • Test 1: Beide Streifen auf derselben Unterlage nebeneinander, gleiche Einspeisung, gleiche Helligkeit.
  • Test 2: Test im späteren Montageprofil mit derselben Abdeckung.
  • Test 3: Test bei den später genutzten Dimmstufen und Szenen (z. B. warmes Abendlicht).

Prüfpunkt: Du siehst die Stoßstelle/Kante bewusst aus dem typischen Betrachtungswinkel.

Akzeptanzkriterium: Kein störender Farbversatz an der Vergleichskante im Zielzustand.

Schritt 5: Montage-Entscheidung umsetzen

Wenn der Test passt, montiere. Wenn nicht, entscheide zwischen kompletter Linie neu oder optischer Zonentrennung.

Prüfpunkt: Du hast eine klare Entscheidung für „mischen“ oder „trennen/erneuern“.

Akzeptanzkriterium: Die Entscheidung ist durch den Test begründet, nicht durch Annahmen.

Schritt 6: Dokumentieren und Reserve planen

Notiere Artikelvariante, Lieferdatum, Code (falls vorhanden) und die getesteten Einstellungen (Dimmstufe/Szene/CCT-Wert).

Prüfpunkt: Du kannst den Zustand später reproduzieren.

Akzeptanzkriterium: Nachkauf ist künftig über Dokumentation und Testlogik wiederholbar.

Merksatz: Der Vergleichstest ist die Kontrolle, die Binning-Unsicherheit durch Prüfbarkeit ersetzt.

Fehler & Diagnose: Symptom → Prüfschritt → Ursache → Fix

Infografik zum LED-Binning beim Nachkauf: Gleiche Kelvin-Angabe bei unterschiedlicher Lichtfarbe und Lösung durch Vergleichstests vor der Montage.

Fehlerbild 1: Neu wirkt sichtbar gelblicher oder bläulicher als Alt

Symptom: An der Stoßstelle entsteht eine Farbton-Kante.

Prüfschritt: Führe den Vergleichstest nebeneinander mit gleicher Einspeisung und gleicher Dimmstufe durch.

Ursache: Andere Bin-/Charge oder abweichende Artikelvariante.

Fix: Gleiche Charge/Bin anfragen, oder die Linie einheitlich neu belegen, oder Alt und Neu in getrennte Zonen legen.

Fehlerbild 2: Unterschied zeigt sich erst beim Dimmen

Symptom: Bei hoher Helligkeit wirkt es nah beieinander, bei niedriger Helligkeit driftet der Eindruck.

Prüfschritt: Teste Alt und Neu bei den später genutzten Dimmstufen am selben Controller-Ausgang.

Ursache: Unterschiedliche LED-Charakteristik oder unterschiedliche Dimm-/PWM-Ansteuerung über getrennte Kanäle.

Fix: Gleichen Kanal/gleichen Dimmer nutzen und erneut testen; bei anhaltender Kante Zonentrennung oder einheitliche Neu-Belegung.

Fehlerbild 3: Unterschied ist am Streifenende stärker als am Anfang

Symptom: Farbton verändert sich entlang der Länge, nicht nur an der Stoßstelle.

Prüfschritt: Prüfe Spannungsabfall und Einspeisung, bevor du Binning als Ursache setzt.

Ursache: Spannungsabfall verändert den Arbeitspunkt und damit den Farbeindruck.

Fix: Einspeisung/Leitung prüfen und messen; dazu passt das Prüfprotokoll zum Spannungsabfall bei LED-Streifen.

Fehlerbild 4: Unterschied entsteht erst nach einigen Minuten Betrieb

Symptom: Direkt nach Einschalten sieht es ähnlich aus, später driftet es.

Prüfschritt: Lass beide Streifen einige Minuten laufen und bewerte erst dann an derselben Stelle.

Ursache: Unterschiedliche thermische Bedingungen (Profil vs. kein Profil) oder abweichende LED-Variante.

Fix: Test und Betrieb unter gleichen Montagebedingungen (gleiches Profil, gleiche Abdeckung) wiederholen; bei sichtbarer Kante Montagekonzept anpassen.

Fehlerbild 5: Unter Abdeckung sieht es anders aus als ohne Abdeckung

Symptom: Ohne Abdeckung wirkt es nah beieinander, mit Abdeckung entsteht Farbverschiebung.

Prüfschritt: Vergleiche Alt und Neu ausschließlich mit derselben Abdeckung und demselben Profil.

Ursache: Abdeckung/Profil wirkt als optischer Filter (Material, Alterung, Verschmutzung).

Fix: Gleiche Abdeckung verwenden oder Abdeckungen einheitlich erneuern; anschließend Test wiederholen.

Fehlerbild 6: Kamera zeigt starke Unterschiede, Auge sieht weniger

Symptom: Foto/Video wirkt „extremer“ als der reale Eindruck.

Prüfschritt: Wenn du mit Kamera prüfst, nutze fixen Weißabgleich; bewerte zusätzlich mit dem Auge im Zielraum.

Ursache: Automatischer Weißabgleich und Belichtung verfälschen den Vergleich.

Fix: Kamera nur als Hilfsmittel verwenden; Akzeptanzkriterium am realen Betrachtungsort definieren und dort testen.

Merksatz: Diagnose passt nur dann, wenn du zuerst Elektrik, Montage und Testbedingungen kontrollierst und erst dann „Binning“ als Ursache setzt.

FAQ: Binning, Lichtfarbe und Nachkauf

Reicht es, wenn auf beiden Rollen „3000K“ steht?

Nein als Beweis: Gleiches Label ist kein verifizierter Bin; verifizierbar wird die Übereinstimmung durch Bin-/Chargenangaben oder einen Vergleichstest unter gleichen Bedingungen.

Was ist ein Bin- oder Chargencode auf der LED-Rolle?

Das ist eine Kennzeichnung, die je nach Hersteller eine Sortierklasse oder Produktionscharge abbilden kann; nutzbar ist sie nur, wenn sie für dein Modell dokumentiert ist oder vom Anbieter eindeutig zugeordnet werden kann.

Kann ich LED-Streifen verschiedener Hersteller mischen, wenn die Lichtfarbe gleich benannt ist?

Das ist nicht verifizierbar über die Bezeichnung allein; wenn Mischen nötig ist, bleibt der Vergleichstest im Zielaufbau die belastbare Prüfung.

Was kann ich tun, wenn mein alter LED-Streifen nicht mehr verfügbar ist?

Plane Zonentrennung oder ersetze die komplette sichtbare Linie durch eine einheitliche neue Variante; „passt“ ist sonst nur über einen Test an der Stoßstelle verifizierbar.

Hilft CCT-Verstellung, wenn Warmweiß nicht exakt passt?

Sie kann den Abgleich erleichtern, wenn beide Streifen im überlappenden CCT-Bereich arbeiten; verifizierbar bleibt es durch Tests bei den später genutzten Szenen und Dimmstufen.

Warum sieht man Unterschiede an einer Stoßstelle stärker als bei Abstand?

Eine Stoßstelle erzeugt eine direkte Vergleichskante; wenn du Alt und Neu optisch trennst, kann der Unterschied weniger auffallen, ohne dass er technisch „weg“ ist.

Kann Spannungsabfall wie ein Binning-Problem aussehen?

Ja, weil sich der Farbeindruck entlang der Strecke ändern kann; verifizierbar ist die Ursache erst, wenn du Spannungsabfall misst oder durch passende Einspeisung ausschließt.

Warum sieht es unter einer Abdeckung anders aus?

Abdeckungen können den Farbeindruck beeinflussen; verifizierbar vergleichst du Alt und Neu nur mit derselben Abdeckung und identischer Montage.

Sollte ich beim Erstkauf gleich Reserve mitbestellen?

Das kann die Chance erhöhen, später aus derselben Charge zu verlängern; verifizierbar ist es, wenn du die Reserve als identisch dokumentierst (gleiche Rolle/Etikett/Code) und im Zweifel testest.

Wie definiere ich ein Akzeptanzkriterium für „passt“?

Lege den Zielzustand fest (Szenen, Dimmstufe, Betrachtungsort) und akzeptiere nur, was dort keine störende Kante zeigt; das ist ein nachvollziehbares, reproduzierbares Kriterium.

HowTo: LED-Streifen nachkaufen und Lichtfarbe abgleichen

Schritt 1: Altstreifen identifizieren

Foto von Etikett/Rolle machen und alle Merkmale notieren (Spannung, Variante, Modus, Breite, Artikelnummer).

Schritt 2: Bin/Charge suchen und dokumentieren

Suche nach Codes auf Rolle/Lieferschein und dokumentiere sie; wenn keiner vorhanden ist, notiere das ebenfalls.

Schritt 3: Nachkauf so wählen, dass ein Test möglich ist

Bestelle so, dass du vor Endmontage vergleichen kannst (Probestück oder testbare Teillänge).

Schritt 4: Vergleichstest unter identischen Bedingungen

Alt und Neu nebeneinander mit gleicher Einspeisung, gleicher Abdeckung und den später genutzten Dimmstufen betreiben.

Schritt 5: Elektrik als Ursache ausschließen

Wenn der Eindruck entlang der Strecke driftet, prüfe Einspeisung und Spannungsabfall, bevor du Binning als Ursache setzt.

Schritt 6: Montageentscheidung treffen

Wenn die Stoßstelle im Zielzustand nicht stört, montieren; sonst Linie einheitlich neu oder optisch trennen (Zone).

Schritt 7: Ergebnis dokumentieren

Artikel, Lieferdatum, Codes und getestete Einstellungen notieren, damit spätere Erweiterungen reproduzierbar bleiben.