COB bezeichnet bei LED-Streifen eine Bauweise, bei der zahlreiche LED-Chips dicht nebeneinander auf einem Trägermaterial angeordnet und mit einer durchgehenden Phosphorschicht überzogen sind. Ziel dieser Technologie ist eine möglichst gleichmäßige Lichtlinie ohne sichtbare Einzellichtpunkte. Diese Seite ordnet die COB-Technologie technisch ein und grenzt sie von klassischen LED-Streifen-Bauformen ab.
Was bedeutet COB bei LED-Streifen?
COB steht für „Chip on Board“ und beschreibt eine Konstruktionsweise, bei der die LED-Chips direkt auf das Leiterband aufgebracht werden. Im Gegensatz zu klassischen LED-Streifen mit einzelnen LED-Gehäusen entsteht bei COB-Streifen eine nahezu geschlossene Lichtfläche, da die Lichtquellen optisch nicht mehr getrennt wahrnehmbar sind.
Aufbau eines COB-LED-Streifens
Ein COB-LED-Streifen besteht aus einer flexiblen Leiterbahn, auf der eine Vielzahl von LED-Chips mit sehr geringem Abstand montiert ist. Über den Chips befindet sich eine durchgehende Phosphorschicht, die sowohl für die Lichtverteilung als auch für die Definition der Lichtfarbe verantwortlich ist. Diese Konstruktion ersetzt die punktuelle Lichtabgabe einzelner LEDs durch eine flächige Emission.
Lichtcharakteristik und optische Wirkung
Die wesentliche Eigenschaft von COB-LED-Streifen ist die homogene Lichtabgabe ohne sichtbare Lichtpunkte. Dadurch eignen sie sich besonders für Anwendungen, bei denen der LED-Streifen sichtbar montiert wird oder nur ein geringer Abstand zur beleuchteten Fläche möglich ist. Die gleichmäßige Lichtlinie reduziert den Bedarf an zusätzlichen Abdeckungen oder Diffusoren.
Abgrenzung zu klassischen LED-Streifen
Klassische LED-Streifen mit SMD-Bauweise verwenden einzelne, klar voneinander abgegrenzte LED-Gehäuse. Diese Bauform ermöglicht eine hohe Effizienz und flexible Bestückung, führt jedoch bei geringer Einbauhöhe häufig zu sichtbaren Lichtpunkten. COB-LED-Streifen lösen dieses Problem konstruktiv durch die enge Chipanordnung und die gemeinsame Phosphorschicht.
Technische Einordnung und Grenzen der COB-Technologie
Die COB-Technologie beeinflusst primär die optische Lichtverteilung, nicht jedoch grundlegende elektrische Eigenschaften. Betriebsspannung, Stromversorgung, Dimmbarkeit und Steuerung folgen weiterhin den allgemeinen Regeln für LED-Streifen-Systeme. Auch Wärmeabfuhr und Spannungsabfall sind systemabhängige Faktoren, die nicht durch die COB-Bauweise aufgehoben werden.
Eine grundlegende Einordnung zu Aufbau, Funktionsweise und technischen Zusammenhängen von LED-Streifen bietet die Übersichtsseite LED-Streifen.
Kanonische Einordnung: COB steht für „Chip-on-Board“ und bezeichnet bei LED-Streifen eine Bauweise, bei der zahlreiche LED-Chips direkt auf das Leiterband montiert und gemeinsam lichtformend beschichtet werden. Es handelt sich um eine konstruktive Ausprägung von LED-Streifen, nicht um ein eigenständiges Beleuchtungssystem.
